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Kurzbeschreibung
Die Teilnehmer verlassen das Seminar und wenden sich dem Lerngegenstand unmittelbar in seiner natürlichen Umgebung zu. Im Unterschied zur Exkursion sind die Teilnehmer aktiv. |
Ausführliche Darstellung
Die Erkundung bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, eine Fragestellung unmittelbar an der Wirklichkeit zu bearbeiten. Das Lernen wird aus dem Kursraum in einen Raum verlagert, der unmittelbar mit dem Thema zusammenhängt oder das Thema selbst ist. Lernort und Lerngegenstand fallen zusammen. Durch das Hinausgehen in den zu untersuchenden Raum können sinnliche Wahrnehmungen in den Lernprozeß miteinbezogen werden. Sehen wird ergänzt durch Riechen, Hören, Ertasten. ein ganzheitlicher Eindruck entsteht. Im Unterschied zur Exkursion bleiben die Teilnehmer jedoch nicht passiv. Sie bekommen nichts gezeigt, sondern suchen, fragen, forschen, diskutieren, sammeln Informationen usw. Deswegen sollten Erkundungen in Vor- und Nachbereitungen eingebettet sein. Allerdings: Das Unvorhersehbare macht den Reiz der Erkundung aus.
Einsatzmöglichkeiten:
· zum Einstieg in einen Lernprozeß: Motivation, Anregung, erste Begegnung mit dem neuen Lerngegenstand, erste Formulierung der Problemstellung
· um einen unmittelbaren Eindruck von einer Sache zu bekommen und um eine Erfahrungsbasis für die weiterführende Arbeit zu gewinnen
· zur methodischen Abwechslung in längerfristig angelegten Veranstaltungen (mit begrenzter Fragestellung, zur Ergänzung von Vorträgen, Gruppenarbeiten usw.)
· als zentraler Bestandteil einer ganzen Veranstaltung (mit intensiver Vor- und Nachbereitung, Dokumentation der Ergebnisse).
· als eigenständige Veranstaltungsform (z.B. Betriebserkundung)
Vorteile /Chancen:
· lebendig, anregend, motivierend
· Bezug zur Realität/ Praxis
· sinnliche Wahrnehmung
Nachteile / Probleme:
· hoher Aufwand, muß immer neu vorbereitet werden (z.b. Absprachen)
· evtl. wetterabhängig
Weitere Informationen:
Auszug aus Müller 2001 (vgl. Literatur)
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Literatur
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Alsheimer , M./Müller, U./Papenkort, U. (1996): Spielend Kurse planen. Die Methodenkartothek (nicht nur) für die Erwachsenenbildung. München: Lexika:
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Einführung |
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Müller, U. (1993): Didaktische Planung ökologischer Erwachsenenbildung: ein Leitfaden. Frankfurt a.M.: Haag und Herchen:
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Einführung |
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Müller, U. (1987): Biologische Landwirtschaft. Verbraucherseminar mit Betriebserkundung. Bonn, Frankfurt a.M.: Pädagogische Arbeitsstelle - Dt. Volkshochschul-Verband:
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Einführung |
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Bönsch, Manfred (2000): Variable Lernwege. Ein Lehrbuch der Unterrichtsmethoden. 3. erw. u. aktualisierte Auflage. Stuttgart: UTB Verlag:
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Einführung |
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Müller, Ulrich (2001): . Erkundung/ Exkursion. In: Grundlagen der Weiterbildung - Praxishilfen. Lose-Blatt-Sammlung. Systemstelle 7.40.20.30, Luchterhand: Neuwied:
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Methodensammlung |
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Internet-Links
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Leitfaden
Vorbereitung:
· Informieren Sie sich selbst z.B. über den zu erkundenden Betrieb
· Nehmen Sie Kontakt auf zu den externen Kooperationspartnern und vereinbaren Sie den Ablauf.
· Erarbeiten Sie vorab mit den Teilnehmern die nötigen Informationen, damit sie einen Überblick gewinnen.
· Entwickeln Sie gemeinsam mit den Teilnehmern die zentralen Fragestellungen für die Erkundung.
· Bilden Sie evtl. Arbeitsgruppen, die spezielle Aufgaben übernehmen und sich gezielt auf ausgewählte Aspekte vorbereiten und konzentrieren.
· Klären Sie alle organisatorischen Fragen (Treffpunkt, Zeiten, Anreise, Kosten, Versicherung usw.).
Durchführung:
Achten Sie besonders darauf, daß sich die (aktive) Erkundung nicht unter der Hand in eine (passive) Betriebsbesichtigung verwandelt. Eventuell müssen Sie ihre Kooperationspartner bremsen, damit die Teilnehmer wirklich aktiv werden können.
Nachbereitung:
· Lassen Sie Eindrücke zusammenfassen, strukturieren, analysieren und bewerten; offene Fragen werden notiert.
· Die Teilnehmer vertiefen, ergänzen die neuen Informationen durch Teste lesen, Expertenbefragung usw.
· Eventuell erstellt die Gruppe eine Dokumentation.
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08.03.2001 - Ulrich Müller / Andrea Brems
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