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Kurzbeschreibung
Im Situationsspiel agieren Teilnehmer unvorbereitet in vorgestellten, nur schwer zu bewältigenden und unangenehmen Situationen. |
Ausführliche Darstellung
Das Situationsspiel, eine Methode aus dem Psychodrama, ist ein Reaktions- und damit auch Fähigkeitstest. Erprobt wird die Fähigkeit, mit einer unangenehmen und schwierigen Situation fertig zu werden: z. B. dem Gespräch um eine evtl. Gehaltserhöhung. Im Falle einer zusätzlich noch überraschenden Situation sprach Moreno, der Begründer des Psychodrama, von einem „Spontaneitätstest“: z. B. dem Bemerken des Fahrkartenverlusts just im Moment der Kontrolle. Geprüft werden kann die Tatsache der Situationsbewältigung und die Art (Angemessenheit des Reaktionszeitpunkts, der Reaktionsdauer und -intensität, Originalität und Fexibilität der Reaktion).
Einsatzmöglichkeiten:
- am Anfang: zur Feststellung von Kompetenzdefiziten
- zum Schluß: zur Feststellung vom Vorhandensein und evtl. Ausmaß einer Kompetenz
Vorteil:
- lebendige Prüfungssituation
Nachteil:
- evtl. beschämende Prüfungssituation
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Leitfaden
1. Die Spielsituation mit den entsprechenden Personen wird von der Leitung schriftlich oder mündlich vorgegeben, in Kleingruppen für Mitglieder anderer Kleingruppen oder gemeinsam im Plenum entworfen.
2. Die Situation wird mit einfachsten Mitteln (Stühlen etc.) eingerichtet. Erforderliche Rollen werden besetzt.
3. Es erfolgt das Spiel eines einzelnen oder einer Teilnehmergruppe in dieser Situation und gegenüber diesen Rollen.
4. Das Situationsspiel wird mit einem Auswertungsgespräch im Plenum abgeschlossen. Der ‚objektiven’ Diagnose kann ein Sharing, ein Rollenfeedback und ein Identifikationsfeedback vorangehen. |
Tipps
Verwenden Sie das Situationsspiel nicht zu Beginn einer Veranstaltung und nur in einer angstfreien und respektvollen Atmosphäre. |
06.05.2001 - Ulrich Papenkort
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