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Vieles, was unter "Neuer Lernkultur" propagiert und realisiert wird, ist - für sich genommen - so neu nicht:
Ansätze wie handlungsorientiertes, erfahrungsorientiertes oder selbstgesteuertes Lernen haben ihre Wurzeln in alten reformpädagogischen Traditionen. Ähnliches gilt für Methoden wie Projektarbeit
oder Erkundung. Selbst beim Einsatz von Computern zur Unterstützung von Lernprozessen wird oft genug auf "alte", längst bekannte Verfahren zurückgegriffen. Tatsächlich neu sind hier allerdings die spezifischen
Möglichkeiten, z.B. verschiedene mediale Repräsentationsformen miteinander zu verknüpfen oder Computer untereinander zu vernetzen und somit tatsächlich vollkommen neue Formen der Kommunikation unter Lernenden untereinander und mit ihren Lernbegleitern zu ermöglichen.
Neu aber ist in unseren Augen vor allen Dingen zweierlei:
- Der gegenwärtig zu erlebende Reformschub ist tiefgreifend und kann zurecht als Paradigmenwechsel bezeichnet werden. Reformansätze ganz unterschiedlicher Art führen zu einer reichhaltigen Palette der Lernmöglichkeiten, die miteinander verknüpft werden.
- Und: Noch nie wurde eine so große Vielfalt reformorientierter Konzepte so weitreichend und an so breiter Front auch tatsächlich umgesetzt, wie das gegenwärtig der Fall ist. Wenn auch die Verkrustungen des Alten an manchen Stellen noch hart sind: In vielen Betrieben und Einrichtungen der allgemeinen Erwachsenenbildung, in vielen Schulen und Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen arbeitet eine Vielzahl von engagierten Menschen an der Entwicklung, Weiterentwicklung und Umsetzung innovativer Konzepte, die Menschen ein sinnstiftende und erfüllendes, an den tatsächlichen Notwendigkeiten und Lernbedürfnissen orientiertes Lernen ermöglichen.
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