Werkstatt für Neue Lernkultur
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Neue Lernkultur ... Neue Lernkultur ...

... eine erste
Annäherung
"Neue Lernkultur" steht für eine grundlegende Umorientierung der Auffassungen vom Lernen (und Lehren) und der daraus folgenden vielfältigen "Landschaft" Unterstützungsformen und Lernverfahren. Ein Vorschlag für eine erste, vorläufige Annäherung:

"Lern..." akzentuiert die Perspektive der Lernenden, die im Mittelpunkt des Geschehens stehen.
"... Kultur" meint etwas Lebendiges, organisch Gewachsenes, das der Pflege bedarf und gestaltet, nicht aber technisch hergestellt werden kann.


Aspekte der
Neuen
Lernkultur:
Die wichtigsten Aspekte der Neuen Lernkultur sind:
  • ein neues Verständnis des Lernens als ein notwendig eigenaktiver und konstruktiver Prozess.
  • die Berücksichtigung auch des informellen Lernens im Alltag.
  • eine veränderte Rolle der Lernenden, die mehr und mehr selbst Verantwortung für ihre Lernen übernehmen und es auch selbst steuern.
  • eine neue Rolle der "Lehrenden", die zu Moderatoren und Lernbegleitern werden.
  • der Einsatz vielfältiger Methoden, die den Lernenden eigenaktives und selbstverantwortliches Lernen ermöglichen.
  • der Einsatz vielfältiger Medien: zu den traditionelle Medien wie Tafel, Buch oder Teilnehmerunterlagen gesellen sich Pinnwand, Computer, Projektionsverfahren, der eigene Körper ...
  • die Nutzung vielfältiger Lernorte: neben dem "klassischen" Lernen in Seminar- oder Unterrichtsräumen werden der Arbeitsplatz, Museen und Bibliotheken oder  virtuelle Lernräume genutzt.



Was ist neu
an der
"Neuen
Lernkultur"?
Vieles, was unter "Neuer Lernkultur" propagiert und realisiert wird, ist - für sich genommen - so neu nicht:

Ansätze wie handlungsorientiertes, erfahrungsorientiertes oder selbstgesteuertes Lernen haben ihre Wurzeln in alten reformpädagogischen Traditionen. Ähnliches gilt für Methoden wie Projektarbeit oder Erkundung. Selbst beim Einsatz von Computern zur Unterstützung von Lernprozessen wird oft genug auf "alte", längst bekannte Verfahren zurückgegriffen. Tatsächlich neu sind hier allerdings die spezifischen Möglichkeiten, z.B. verschiedene mediale Repräsentationsformen miteinander zu verknüpfen oder Computer untereinander zu vernetzen und somit tatsächlich vollkommen neue Formen der Kommunikation unter Lernenden untereinander und mit ihren Lernbegleitern zu ermöglichen.

Neu aber ist in unseren Augen vor allen Dingen zweierlei:

  • Der gegenwärtig zu erlebende Reformschub ist tiefgreifend und kann zurecht als Paradigmenwechsel bezeichnet werden. Reformansätze ganz unterschiedlicher Art  führen zu einer reichhaltigen Palette der Lernmöglichkeiten, die miteinander verknüpft werden.
  • Und: Noch nie wurde eine so große Vielfalt reformorientierter Konzepte so weitreichend und an so breiter Front auch tatsächlich umgesetzt, wie das gegenwärtig der Fall ist. Wenn auch die Verkrustungen des Alten an manchen Stellen noch hart sind: In vielen Betrieben und Einrichtungen der allgemeinen Erwachsenenbildung, in vielen Schulen und Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen arbeitet eine Vielzahl von engagierten Menschen an der Entwicklung, Weiterentwicklung und Umsetzung innovativer Konzepte, die Menschen ein sinnstiftende und erfüllendes, an den tatsächlichen Notwendigkeiten und Lernbedürfnissen orientiertes Lernen ermöglichen.

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