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Ziele und Inhalte Ziele und Inhalte

Welche
Bildung?

Welche Art von Bildung brauchen die Menschen, welche Kompetenzen und Qualifikationen sind in Unternehmen und Organisationen gefordert, um die gewaltigen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen?

Permanentes "Wissens-up-date"?

Welche Art von Wissen, welche Art von Verhaltens- und Einstellungsänderung ist nötig?
Geht es wirklich vor allem darum, immer wieder das jeweils neueste 'Wissens-up-date' auf die 'mentale Festplatte zu laden'?
Was ist die Aufgabe von Bildung im Wettlauf mit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklung?

Neue Ziele
und Inhalte

Im Hinblick auf die angesprochenen Entwicklungen muss sich Bildung neu orientieren. Nicht mehr die klassische Wissensvermittlung kann im Vordergrund stehen, denn der Wettlauf mit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklung, mit der ansteigenden Flut von Wissen ist für niemanden zu gewinnen.

Kompetent
im Umgang
mit dem Wandel

Der schnelle Wandel, die bloße Menge des neuen Wissens, die Dynamik der technologischen Neuerungen drohen viele Menschen zu überrollen. Wo die Ausnahme zur Regel wird, greift keine Routine mehr. So werden die anhaltenden Turbulenzen von Vielen als Verwirrung, als Verlust der Richtung, der Kontrolle empfunden und erzeugen bisweilen ein quälendes Gefühl der Sinnlosigkeit.
Die Bewältigung des permanenten Wandels erfordert spezifische Kompetenzen.

Orientierungs-
wissen

Die unablässig zunehmende Fülle an Möglichkeiten zwingt zur Entscheidung.

Wer sich in dem 'permanenten Wildwasser' (VAILL 1998), das uns die Realität in unserer Welt heute zumutet, zurechtfinden will, braucht mehr als nur Wissen. Er benötigt vor allem Orientierung, um sich beim Navigieren im Strom der Veränderungen nicht zu verlieren.

Beispiel
Unternehmen

Wo Menschen lernen müssen, in offenen Handlungssituationen kompetent und weitgehend selbstständig zu handeln, tritt die Vermittlung rein fachlicher Inhalte tendenziell zurück. Sie wird keinesfalls überflüssig, denn neue Technologien, veränderte Arbeitsstrukturen, neue Produkte usw. haben immer auch einen fachlichen Anteil, der nach wie vor durch Vermittlungsprozesse abgedeckt werden muss.

Überfachliche Bildung
und Schlüssel-
qualifikation

Dennoch: In den Vordergrund rückt mehr und mehr die sogenannte "überfachliche" Bildung: Schlüsselqualifikationen, Persönlichkeitsbildung und Handlungskompetenz. Berufliche Lernprozesse können sich nicht mehr beschränken auf das "Antrainieren" von "Skills", also mechanischen Fertigkeiten, sondern sie müssen den ganzen Menschen in den Blick nehmen und sich "auf die Person des Lernenden und deren je spezifische individuelle Entwicklungsmöglichkeiten richten. Denn Selbständigkeit, Sozialkompetenz und ähnliche Fähigkeiten können den Lernenden weder übergestülpt noch eingeschliffen werden" (BRATER/BAUER 1990, S. 61).

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